Leben auf Mauritius

Brot auf Mauritius

Während es für den zweiwöchigen Aufenthalt evtl. nicht so vorrangig ist, deutsches Brot zu haben, kann es für hier Lebende doch schon wichtiger sein.

Mauritisches Standardbrot

Dies sind die dicken und weichen Baguettes, die man überall für, ich glaube immer noch für unter 10 Rs bekommt. Recht großer Durchmesser mit viel „Schwamm“ innendrin. Man kann ein ganzes davon essen und ist nicht satt. Nach zwei Stunden merkt man dann, wie der Schwamm sich aufbläht und wenn man Pech hat, hat man 2 Tage keinen Charme im Darm da alles blockiert ist.

Die Brötchenvariante ist das Pain Maison. Recht große Brötchen auch im obigen Stil mit viel Innenschwamm.

Eine Weile habe ich mir hier das L’Ancienne oder ich glaube auch Parisienne gekauft. Ein recht krustiges Baguette im französischen Stil. Kostet aber dann auch locker das 4 oder 5-fache von dem oben erwähnten Brot.

Kaufen oder selbst backen?

Selbst backen ist wahrscheinlich nicht so die Variante wenn man hier nur zwei Wochen im Urlaub ist. Zum Einen gibt es nun auch eine sehr gute Bäckereikette auf der Insel, „Pains and Moulins“ (Link geht zu Google Maps), wo man zudem auch sehr gut frühstücken kann. Wenn ich dort frühstücken gehe, bestelle ich immer das mit geräuchertem Marlin belegte Brot. Neben den Brot und Viennoise Varianten, gibt es hier auch interessante Kuchen und Backwaren für den Nachmittagskaffee.
Die Brotauswahl, mit einigen Roggenvarianten, kann sich auch sehen lassen. Ansonsten habe ich dort immer das „Tourte“, ein Roggenbrot, gekauft. Auch gibt es dort Baguettes mit Roggenanteil.

Langzeitaufenthalt – selbst backen?

Wer hier länger lebt, möchte evtl. sein Brot selbst backen. Mittlerweile bin ich auch soweit. Früher gab es noch das Quartier Gourmet, wo man Brot aus verschiedenen Backmischungen, wie das oben erwähnte Domix, bestellen konnte.
Durch einen Bekannten habe ich dann erfahren, dass man auch solche Backmischungen bei Les Moulins de la Concorde kaufen kann.
Nachteil ist, es sind glaube ich mindestens 10kg Säcke und der Vorgang des Kaufens, bzw. Zahlens, muss etwas umständlich sein. Aber so ein 10kg Sack für ich glaube 1100 Rs ist dann nicht schlecht. Wir haben uns bis dato immer einen Sack Multigrain geteilt. Deren PDF mit verschiedenen Mehlen und Mischungen kann man hier herunterladen.
Bei den Domix-Sorten, die es in den großen Säcken gibt, ist auch eine Anleitung zum Mischen. Backen tue ich dieses Brot bei 210 °C für 35 bis 40 min. Am besten soll man an der Innentemperatur erkennen können ob ein Brot gut ist, diese sollte bei 95 °C liegen. Um sicher zu sein drehe ich die Uhr nochmal 5 Minuten nach. Ich mische das Mehl aber umgekehrt, soll heißen ich nehme 60% Domix und 40% Weizenmehl und dafür evtl etwas mehr Hefe. Den Teig lasse ich dann in einem geschlossenen Container über Nacht im Kühlschrank gehen.
Bitte beachten: Die einfachen Sorten Bledor und Le Moulins, die auch oben im Katalog aufgeführt sind, kann man hier normal im Supermarkt kaufen.

Jetzt habe ich mir aber auch einen Roggensauerteig angelegt, um z.B. reines Roggenbrot zu backen. Geht auch sehr gut, vor allem das natürliche Gärprogramm in der hiesigen Umgebungsluft lässt den Sauerteig sehr gut gehen. Gute Rezepte gibt es auf den Webseiten von Marcel Paa und AxelSchmitt. Auch auf Hefe und mehr gibt es eine Riesenauswahl an Anleitungen und Rezepten.

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